Gesichter
(von Christian H. Wege)

Ich sehe in dein Gesicht.
Das Gesicht einer Fremden.
Als dich das zuletzt sah, hattest du es nicht.
Es war ein anderes, mir wohl vertraut.
Doch dies bist auch du,
doch kenne ich dich nicht.
Viele Gesichte viele Versaden sind dir eigen.
Jedes bist du, keines zeigt dich ganz.
Und kennen werde ich nur wenige.
Doch will ich weiter Forschen,
doch werde ich dich nie ganz verstehen.

 

Das Gift der Freundschaft
(von Christian H. Wege)

Das Gift von eben tut noch weh.
Es warenWorte doch schmerzten mich sehr.
Nicht viele waren es.
Noch waren sie laut.
Es war ihr, Inhalt der mir den Atem raubt.
Das Gift fliest langsam druch mein Blut.
Verursacht schmerzen doch noch nicht genug.
Noch schlägt mein Herz, doch mir geht es nicht gut.
Die Verbindung wurde getrennt.
Ich kann dich nicht erreichen.
Niemand damit dem ich kann sprechen.
Die anderen haben mich gewarnt.
Doch ich hör nicht auf sie.
Sie kann ich erreich doch welches Gift haben sie?
Ihr Gift ist sehr tötlich würde mein Herz wohl erreichen.
Ihr Gift würde dich aus dem Herzen rausschneiden.
Ja, Freundschaft die Zählt, doch auch dieses Gift.
Nicht deines doch deines.
Deine Gleichgültigkeit nicht dich.
Wer trennt die Verbindung, warst dus oder sie?
Gift war es trotzdem, und nun ist es in mir.
Wollt dich nur erreich und nicht deine Braut.
Mein Herz hat schon oft und mit vielen gekämpft.
Doch kann ich nicht kämpfen, denn ist da kein Preis.
Will dich nicht verlieren, doch hab ich es schon?
Bin ich nur ein Freund, doch keines Freundes Freund?
Der Wille ist da, doch Freundschaft braucht zwei.
So ist es schon immer, sonst ist es vorbei.

Mut
(von Christian H. Wege)

Ich wünsche Dir Mut.
Vielleicht wirst Du sagen:
Gesundheit ist ein viel höheres Gut.

Ich aber wünsche Dir Mut,
zu ertragen auch das,
was Dir weh tut.

Ich wünsche Dir Mut,
Dich vom Stuhl zu erheben,
nur ein Stückchen,
nicht viel.
Du wirst sehn: Nimmst Du Anteil am Leben,
bist Du wider im Spiel.

Ich wünsche Dir Mut zum Beginn einer Reise in die Welt,
oder auch in Dich selber hinein,
damit Du auf Deine Weise Dich ganz groß fühlst,
statt klein.

Ich wünsche Dir Mut,
so zu sein, wie Du bist und Dich magst,
und immer nur so zu denken, wie Du es sagst,
Mut, um Dein Glück selber zu lenken.

Ich wünsche Dir Mut,
für den Tag, für die Stunde,
für all Dein Beginnen.

Ich wünsche Dir Mut
für jede Sekunde in der Du Dich mühst, ihn neu zu gewinnen.

Lady der Nacht
(von Christian H. Wege)

Ich wünsch dir schöne Träume, Lady der Tausend Gedanken.
Denn in der Nacht umschließen uns unsere Träume.
Sie suchen uns.
Sie rufen nach Erfüllung.
Doch wenn der Tag anbricht, schwindet ihre Macht.
Dann sind wir alleine.
Uns bleibt es überlassen, den Rufen der Nacht zu folgen.
Träum gut, Lady der Nacht.

Ein Licht im Dunkel der Seele
(von Christian H. Wege)

Draussen sehe ich das Strahlen der Sonne wie sie auf die verschneiten Landschaften fällt.
Der Sonne ist es gleich wie wir uns fühlen.
Der Sonne ist es gleich ob unsere Seelen vor Einsamkeit frieren.
Der Sonne ist es gleich was wir mit unserem Leben tun.
Sie strahlt in jedem Fall ihr Licht.
Auch wenn wir nichts damit anfangen können.
Das Licht ist da. Am Tag die Sonne.
In der Nacht die Sterne.
Man muss nur über die Wolken unseres Lebens hinaussehen.

 

Gedanken der Nacht
(von Christian H. Wege)

Keine Nacht der klaren Gedanken.
Keine Nacht des ruhigen Seins.
Schmerzen füllen meinen Geist.
Einsam ist mein Herz.
Gefunden hab ich es.
Doch ohne Liebe bin ich nun allein.

Keine Hand die mich führt in dieser Nacht.
Keine Stimme die mich berührt.
Schmerzen füllen meinen Geist.
Leise sehnsucht.
Wage Hoffnung.
Doch niemand da in meiner Umarmung.

Keine Lippen berühren mich in dieser Nacht.
Keine Liebkosung die mich verführt.
Gewohnheitstrunken nehm ich es hin.
Verstummen lass ich die Stimmen in mir.
Verletzbar zu sein ist schlimm.
Verletzbar zu sein ist schön.

Solang ich noch die Schmerzen spür.
Solang ich noch die Sehnsucht fühl.
Solang die Hoffnung mich nicht verlässt.
Leb ich mein Leben im Schicksalszwist.
Glaub nicht es ist vorher bestimmt.
Glaub nicht die Welt für mich bestimmt.
Glaub an mich selbst, an meinen Weg,
auch wenn ich nicht immer nach ihm streb.


Hure und Göttin
(von Christian H. Wege)

Hure und Göttin,
Gehasst und Geliebt.
Strahlst hell als die Sterne,
verachtet vom Licht.

Hure und Göttin,
vom Schicksal verflucht.
Gepriesen Gepeinigt,
Gefürchtet Gesucht.

Hure und Göttin,
versunkene Seel.
Geschlagen Gesteinigt,
Gefoltert Beseelt.

Hure und Göttin,
wie schwer ist dein Weg.
Gesunken Geborgen,
Verdammt und Gequält.

Hure und Göttin,
so liebe ich dich.
Gefunden Gewonnen,
Gefeiert Gewählt.

Hure und Göttin,
so wähle den Weg.
Bist wohl oft alleine,
doch geh deinen Weg.

Verschlossens Herz
(von Christian H. Wege)

Ein Herz ist verschlossen,
der Schlüssel verlegt.
Kämpf nüchtern doch trunken auf steinigen Weg.
Kein feuriger Recke zur Seite mir steht.
Nur schwache Gestallt, krummes Rückrad,
steht mir zur Seite in diesem Kampf.

Ein Herz ist verschlossen,
der Himmel verwehrt.
Feuer und Freiheit sind bald aufgezährt.
Niemand kann es noch sagen,
keiner will es gern wagen.
Will niemals vergessen, und alles ertragen.

Ein Herz ist gebrochen,
in eisiger Zeit.
Will wärmen doch schmerzen ich ihm so bereit.
Kann es doch nicht ändern,
durchs Leben so schlendern.
Will all dies ertragen,
in finsteren Tagen.